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Wenn Essen wieder Heimat sein darf

  • Autorenbild: Michael Meinecke
    Michael Meinecke
  • 13. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wir leben in einer Zeit, in der ein Teller oft mehr Regeln trägt als Zutaten.

Kein Zucker. Kein Fett. Keine Kohlenhydrate.

Hauptsache Protein – und zwar so viel, dass selbst das Abendessen klingt wie eine Trainingseinheit.


„Gönn dir bloß nichts“, flüstert der Trend.

„Iss leicht, iss sauber, iss perfekt.“


Und so sitzen wir manchmal vor einem Rezept, das früher nach Sonntag geschmeckt hat – und heute nach Verzicht. Die Sahne ersetzt, die Butter gestrichen, der Geschmack irgendwo auf der Strecke verloren. Wir schneiden und streichen und sparen, bis das Gericht zwar „gesund“, aber nicht mehr wir ist.


Manchmal höre ich dann den Satz:

„Aber Michael, du bist doch Fitnesstrainer – warum sagst du auf einmal, ich soll mich nicht immer streng gesund ernähren?“

Und genau da liegt der Punkt: Ich sage nicht ungesund – ich sage menschlich. Ich sage: Hör auf deinen Körper, nicht auf Trends. Gesundheit ist kein Korsett, sondern ein Gefühl.


Denn Gesundheit ist etwas viel Größeres als Nährwerte.

Gesundheit ist kein Wettkampf.

Sie ist ein Gefühl. Ein Ankommen.


Was, wenn Gesundsein nicht dort beginnt, wo etwas fehlt – sondern wo etwas dazukommt?


Vielleicht beginnt es dort, wo du den ersten Bissen nimmst und dein Körper sagt: „Das tut gut.“

Wo du aufhörst, Kalorien zu zählen, und anfängst, Momente zu sammeln.

Wo Essen nicht länger Feind oder Aufgabe ist, sondern Begleitung. Wärme. Genuss.


Natürlich sind Proteine toll. Natürlich ist Ausgewogenheit wertvoll.

Aber Ausgewogenheit bedeutet nicht, jedem Gericht das Herz herauszuschneiden, damit es in eine moderne Ernährungsidee passt.


Es bedeutet, dir zuzuhören.

Deiner Energie. Deiner Stimmung. Deinem Wohlgefühl.


Gesund fühlen heißt manchmal:

– ein Dessert essen, das wirklich nach Dessert schmeckt.

– ein Brot schmieren, das knuspert und duftet und dich satt macht – nicht nur moralisch, sondern wirklich.

– kochen, weil du Lust hast, nicht weil du musst.

– und Spaghetti nicht durch Zucchini zu ersetzen, wenn du eigentlich Spaghetti willst.


Du musst nichts „perfekt“ machen.

Du musst dich nicht in Trends hineinzwängen, die gar nicht für dich gemacht wurden.


Dein Körper ist kein Projekt.

Er ist dein Zuhause.


Und Zuhause ist ein Ort, an dem man essen darf, was guttut – nicht nur, was erlaubt ist.


Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Ernährungskultur:

Nicht „Was darf ich heute nicht?“

Sondern

„Was nährt mich heute wirklich?“


Wenn wir uns das wieder fragen, wird Essen nicht leichter.

Es wird echter.

Es wird unseres.


In Liebe, dein Michel.

 
 
 

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